Der Biologieunterricht der Carl-Kraemer Realschule knüpft an den Sachunterricht der Grundschule an. Die dort gewonnenen Erkenntnisse werden aufgenommen und fachbezogen weiterentwickelt. Der Ausgangspunkt für die Auswahl der Inhalte des Biologieunterrichts ist die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Dabei finden auch aktuelle Probleme und Themen Beachtung.

Ziele eines zeitgemäßen Biologieunterrichts sind vor allem ein Verantwortungsbewusstsein für Pflanzen und Tiere und die Achtung vor dem Leben zu fördern. Schüler sollen das Bewusstsein gewinnen, dass der Erhalt der Natur für das Überleben aller Lebewesen auf der Erde wichtig ist. Hier wird der Grundgedanke unseres Namensgebers Carl Kraemer aufgenommen.

carl kraemerCarl Kraemer wurde 1873 in Hilchenbach geboren. Er war einer der Begründer des deutschen Tierschutz-Gedankens. In der Nachkriegszeit betrieb Carl Kraemer in Berlin eine Druckerei, in der er in Millionenauflagen Tierschutzwerbeschriften herstellte. Die Krönung seiner Arbeit erfuhr er am 24. November 1933, als das erste deutsche Tierschutzgesetz erlassen wurde, für das er sich leidenschaftlich eingesetzt hatte. Deshalb wird er auch häufig „Vater des Tierschutzgesetzes“ genannt.

Das Ziel des Naturschutzgedankens an der Carl-Kraemer-Realschule ist bei den Schülern ein Bewusstsein für Umweltfragen zu entwickeln und ihre Bereitschaft für einen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt zu fördern. Die Schüler sollen sich selbst als Teil der Natur begreifen und sie aus Achtung vor dem Leben an sich schützen. Sie sollen lernen, die Umwelt wahrzunehmen und zu genießen, sie zu beobachten und zu untersuchen. Hierbei müssen sie auch ihr eigenes Verhalten kritisch hinterfragen.

Kinder interessieren sich jedoch nicht nur für Pflanzen und Tiere. Gerade ältere Schüler zeigen ein besonderes Interesse, ihren Körper besser kennen zu lernen und die Vorgänge, die in ihm ablaufen, zu verstehen. Der menschliche Körper, seine Funktionsweise und vor allem ein gesundheitsbewusster Umgang mit ihm (Gesundheitserziehung) sind weitere Schwerpunkts des Biologieunterrichts an der Carl-Kraemer Realschule.

 

 

Im Mittelpunkt der Unterrichtsgestaltung steht ein umwelt- und lebensbezogenes Lernen. Es werden vor allem solche Unterrichtsmethoden angewendet, die handlungsorientiertes und forschend-entdeckendes Lernen ermöglichen. Dabei werden fachspezifische Arbeitsweisen wie Beobachten, Beschreiben, Experimentieren, Zeichnen und Protokollieren eingeübt. Die Schüler lernen ganzheitlich, d.h. mit Kopf, Herz und Hand. Sie werden durch den praktischen und lebensnahen Umgang mit Tieren mit alle Sinnen mit in den Unterricht einbezogen.

 

Themen in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen

Der Biologieunterricht in der Klasse 5 beginnt mit einem Kennenlernen des Faches und dessen Inhalten. SchülerInnen in diesem Alter interessieren sich besonders für Tiere. Hier liegt der Schwerpunkt in diesem Jahrgang (Haustiere, Nutztiere, Wirbeltiergruppen). Es erfolgt anschließend ein Überblick über den Aufbau des menschlichen Körpers. Zum Abschluss der Klasse 6 geht es um die grünen Pflanzen, die die Grundlage unseres Lebens darstellen. In diesem Jahrgang wird auch eine Unterrichtsreihe zur Sexualerziehung durchgeführt.

Im Mittelpunkt der Klasse 7 steht die Ökologie – die Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Tieren, Pflanzen und Umwelt. Hier werden wir uns verschiedene Ökosysteme angucken und am Beispiel des Ökosystems Wald Zusammenhänge herstellen zwischen der Natur und der zunehmenden Umweltverschmutzung. Die SchülerInnen sollen hierbei erkennen, dass der Mensch zu einem verträglichen und verantwortlichen Umgang mit der Natur kommen muss (Umwelterziehung).

Im Biologieunterricht der Klasse 8 steht der Mensch und seine Gesundheit auf dem Lehrplan. Hier werden wir uns mit Krankheitsursachen, Infektionskrankheiten, Krankheitsvorbeugung, Allergien und AIDS beschäftigen. Im Zusammenhang mit der Gesundheitserziehung stehen auch verschiedene Drogen und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper.
Ziel des Biologieunterrichts in dieser Jahrgangsstufe ist es, die Schüler zu einem verantwortungsbewussten und aktiven Umgang mit ihrer eigenen Gesundheit anzuleiten.
Im Jahrgang 8 erfolgt ebenfalls eine Unterrichtsreihe zum Thema Sexualerziehung. Hier liegt der Schwerpunkt auf den Veränderungen in der Pubertät und der Prävention von ungewollten Schwangerschaften.

Im Mittelpunkt der Jahrgangstufen 9 steht der menschliche Körper (Stoffwechsel, Muskeln und Gelenke, Ernährung und Verdauung, Sinnesorgane und ihre Leistungen, menschliches Verhalten, Sexualkunde). Auch hier spielt die Gesundheitserziehung eine wichtige Rolle.
Die beiden Themen Genetik (Erbinformationen steuern Lebensvorgänge) und Evolution (Die Entwicklung des Lebens auf der Erde) bilden den Abschluss des Biologieunterrichts innerhalb der Jahrgangsstufe 10.

 

Leistungsbewertung im Biologieunterricht

In die Leistungsbewertung fließen im Biologieunterricht sämtliche von den Schülerinnen und Schülern im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen ein.

 

Mündliche Leistungen

Hier geht es darum, zu bewerten, ob die SchülerInnen in der Lage sind, Problemstellungen zu erkennen, zu beschreiben und zu erklären. Es geht jedoch nicht nur um die Reproduktion von Wissen (z.B. bei der mündlichen Wiederholung zu Beginn der Unterrichtsstunde), sondern auch um die Anwendung des Gelernten und die Übertragung des Gelernten auf andere Zusammenhänge.
Zu den mündlichen Leistungen gehörten
Beiträge zum Unterrichtsgespräch,
Mündliche Wiederholungen zu Beginn der Unterrichtsstunde,
Heftführung (Vollständigkeit, Gestaltung, Richtigkeit, Sauberkeit),
Referate.

 

Praktische Leistungen
Das naturwissenschaftliche Arbeiten in Form von Experimenten, Beobachtungen und Versuchen wird besonders in Hinblick auf den Arbeitseinsatz der SchülerInnen bewertet.
In die Benotung von Gruppenarbeiten fließen die Teamfähigkeiten und das gemeinsame Arbeiten mit ein.

Schriftliche Leistungen
Der schriftliche Bereich umfasst kurze schriftliche Abfragen und Übungen. Eine kurze schriftliche Überprüfung wird wie eine mündliche Leistung bewertet.

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