Durch die Einrichtung eines Hauptschulbildungsganges an der Carl-Kraemer-Realschule Hilchenbach im Schuljahr 2016/17 wurde das Fach Arbeitslehre für die Schüler in Hauptschulbildungsganges verpflichtend. Das Fach Arbeitslehre setzt sich aus den Bereichen Technik, Hauswirtschaft und Wirtschaft zusammen.

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Seit dem Sommer 2008 verfügt die Carl-Kraemer-Realschule über eine voll ausgestattete Schulküche, in der 16 Schüler gleichzeitig kochen können. Die Anschaffung der Schulküche konnte durch die Unterstützung des Fördervereins „13plus“ realisiert werden. Seitdem können die SchülerInnen diese Küche nutzen, um dort Kochen zu lernen. Neben den Schülern, die im Rahmen des Faches Arbeitslehre Hauswirtschaft haben, wird die Küche auch vom Hauswirtschaftskurs Klasse 10 im Rahmen der Ergänzungsstunden genutzt.

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Kochen liegt im Trend, dies zeigt sich an den vielfältigen Kochsendungen, die täglich im Fernsehen laufen und auch von den SchülerInnen geguckt werden. Dennoch sind hauswirtschaftliche Grundkenntnisse bei vielen Jugendlichen nicht vorhanden. Viele Jugendliche haben Schwierigkeiten, einen Elektroherd zu bedienen oder wissen nicht, wie man zeit- und energiesparend kocht. Auch im Bereich gesunde Ernährung gibt es bei vielen SchülerInnen große Lücken.

Hauswirtschaftsunterricht ist jedoch mehr als die Vermittlung von Spaß und Freude am Kochen. Er bereitet auf ein selbstständiges Leben vor und schult zusätzlich wichtige soziale Kompetenzen: Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und gemeinsame Absprache. Auch Aspekte der Umwelterziehung fließen in den Unterricht mit ein, wenn es zum Beispiel darum geht energiebewusst und ökologisch Nahrung zuzubereiten.

Hauswirtschaft ist ein Unterrichtsfach, in dem handlungsorientiert gearbeitet wird und das Gegenwarts- und Zukunftsbezug für die SchülerInnen hat. Es orientiert sich nah an der Lebenswelt der Schüler – denn die Notwendigkeit des Kochens kommt auf jeden der SchülerInnen zu. Die SchülerInnen sollen im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts dazu befähigt werden, für sich selbst bedarfsorientiert, gesund, günstig und ausgewogen zu kochen. Der Hauswirtschaftsunterricht wendet sich gleichermaßen an Jungen wie auch an Mädchen.

Das Fach Hauswirtschaft beteiligt sich auch aktiv am Schulleben. Im Rahmen des Tag der offenen Tür finden sich immer wieder Schülergruppen, die in der Küche verschiedene Gerichte zubereiten und verkaufen. Dabei reicht das Angebot von FingerFood bis Crepes.

 

Kriterien für die Leistungsbewertung

Grundlagen für die Benotung der SchülerInnen am Ende des Halb-/Schuljahres sind mündliche Leistungen (mündliche Beiträge zum Unterricht), schriftliche Leistungen (Gestaltung der Arbeitsmappe, schriftliche Abfragen) und vor allem die praktischen Leistungen, d.h. der Arbeitseinsatz, den die SchülerInnen bei der Nahrungszubereitung zeigen. Möglich sind auch Kurzreferate von einzelnen Schülern oder Schülergruppen.

 

Organisation

Die SchülerInnen arbeiten in festgelegten 4er-Gruppen an einer eigenen Kochzeile. Sie müssen gemeinsam Arbeitsabläufe planen und Aufgaben aufteilen. Die Gruppe ist gemeinsam für die Vorbereitung, Zubereitung der Gerichte, sowie für die Ordnung und Sauberkeit ihrer Kochzeile verantwortlich.

Jede Woche wird ein Gericht (eventuell mit Dessert) gemeinsam zubereitet und verzehrt. Den Abschluss der Doppelstunde bildet das gemeinsame Spülen und Aufräumen.

Die Rezeptauswahl orientiert sich einerseits an den Interessen der SchülerInnen, andererseits müssen die Gerichte gesund, einfach zuzubereiten und günstig sein. Zusätzlich gibt es immer wieder kulinarische Ausflüge in andere Kulturen (z.B. Spanische Gerichte: Paella, Italienische Speisen: Lasagne). Die Rezepte können auch unter einem bestimmten Themenschwerpunkt stehen, z.B. „Fast Food selbstgemacht“, Convenience-Produkte im Vergleich.

Zu Beginn des Unterrichts geht es um einfache Rezepte, die geübte Schüler eventuell von zuhause kennen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der richtigen Zubereitung von Fleisch, da hier viele Fehler gemacht werden können, die gesundheitliche Auswirkungen haben.
Zum Abschluss des Schuljahres wird die Auswahl der Rezepte in die Hände der Schüler gegeben, die abwechselnd für den ganzen Kurs ein Rezept aussuchen.

 

Theoretische Inhalte

Neben der praktischen Arbeit fließen die theoretischen Grundlagen der Nahrungszubereitung in den Unterricht mit ein.

 

1. Die Küche kennenlernen

  • Arbeitsgeräte benennen und richtig wegräumen
  • Verteilung und Aufgaben der Ämter (z.B. Spülamt, Ordnungsamt)
  • Sauberkeit und Hygiene bei der Nahrungszubereitung
  • Sicherheit in der Küche
  • Grundregeln zum Tischdecken, Tischmanieren

 

2. Arbeitslehre

  • Richtiger Umgang mit Messern und anderen Arbeitsgeräten
  • Den Elektroherd bedienen
  • Große und kleine Mengen wiegen
  • Erstellen eines Arbeitsplans
  • Verschiedene Arbeitstechniken und Garverfahren

 

3. Ernährungslehre

  • Nährstoffe und ihre Bedeutung
  • Ergänzungsstoffe und ihre Bedeutung (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe)
  • Der Ernährungskreis
  • „Fit und schön durch richtige Ernährung“ (Regeln für eine gesunde Ernährung)
  • Verschiedene Ernährungsformen (z.B. Vegetarismus)
  • Verdauung und Verdauungsorgane

 

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